25 Jahre Memory Clinic Basel
Früherkennung der Demenz erhöht Behandlungschancen
Die Memory Clinic Basel feiert in diesen Tagen ihr 25-jähriges Bestehen. Die der Akutgeriatrie des Universitätsspitals Basel angegliederte Einrichtung ist auf die Abklärung und Behandlung von Demenzerkrankungen wie zum Beispiel der Alzheimer-Erkrankung spezialisiert. Die Memory Clinic Basel untersucht Menschen auf Symptome von Vergesslichkeit und Demenz, entwickelt Therapieverfahren und unterstützt behandelnde Ärzte, Angehörige und Pflegepersonal. Die Klinik gilt europaweit als Pionier in der Früherkennung von Veränderungen im Gehirn, die mit dem Verlust von kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten verbunden sind. Das 25-Jahr-Jubiläum wird am 10. November 2011 mit einem Festakt im Rahmen des 1. Basler Demenzforums im Bildungszentrum 21 begangen. An der Fortbildungsveranstaltung für medizinische Fachpersonen wird auch Regierungsrat Dr. iur. Carlo Conti, Vorsteher des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt, zu den Gästen sprechen.
In den beiden Basel leben heute über 7'000 Menschen mit Demenz. Jedes Jahr erkranken über 1'800 Personen neu. Gedächtnisprobleme sind immer Zeichen eines krankhaften Prozesses und sollten frühzeitig erkannt und umfassend behandelt werden. Vor 25 Jahren wurde mit Hilfe der damaligen Sandoz AG am Felix Platter-Spital in Basel die erste Memory Clinic auf dem europäischen Kontinent eröffnet. Die Pioniere waren Prof. Dr. med. Hannes B. Stähelin, Ordinarius und Chefarzt für Geriatrie, die Geronto- und Neuropsychologin und erste Leiterin der Memory Clinic, Doris Ermini-Fünfschilling, und von Seiten der Sandoz Prof. Dr. phil. René Spiegel, Extraordinarius für Klinische Psychologie.
Das Ziel war, Menschen in einem Frühstadium einer Demenz, z.B. einer Alzheimer-Krankheit, zu diagnostizieren und ihnen neue Therapien anzubieten. Auf dem Gebiet der medikamentösen Therapie waren zu dieser Zeit nur sehr wenige Optionen verfügbar; viele der neu entwickelten Substanzen konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Erst ab Mitte der 90er Jahre kam eine erste und später eine zweite Generation von Medikamenten auf den Markt, die heute erlauben, den Krankheitsverlauf bei Menschen mit Demenz klinisch relevant zu verzögern.
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