Prüfpräparat von Roche verspricht wertvolle neue Behandlungsmöglichkeit für
Patienten mit Typ-2-Diabetes
Ergebnisse der ersten fünf Phase-III-Studien bestätigen: Verglichen mit anderen Behandlungsmöglichkeiten
hat Taspoglutid einmal wöchentlich eine positive Wirkung auf den Blutzucker.
Die Ergebnisse der ersten fünf klinischen Phase-III-Studien zeigen, das Taspoglutid den primären Endpunkt
"Senkung des Blutzuckers" in dieser Patientengruppe erreicht hat. Taspoglutid von Roche, das erste Analogon
des menschlichen GLP-1 zur einmal wöchentlichen Einnahme, welches in der Spätphase der klinischen
Entwicklung ist, könnte die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Typ-2-Diabetes spürbar verbessern.
Taspoglutid ähnelt dem natürlichen menschlichen Hormon GLP-1, das eine Schlüsselrolle im
Blutzuckerstoffwechsel spielt. Die Mechanismen, an denen es beteiligt ist, reichen von der Verbesserung der
Insulinsekretion über die Unterdrückung der übermässigen Glukoseproduktion in der Leber, die
Verlangsamung der Nahrungsresorption im Darm bis hin zur Unterdrückung des Appetits in
tierexperimentellen Studien. Das Resultat ist eine gute Blutzuckereinstellung und Gewichtsabnahme mit
einem niedrigen Hypoglykämierisiko. Das klinische Studienprogramm der Phase III von Roche mit dem
Namen T-emerge umfasst placebokontrollierte Studien und Studien mit derzeitigen Standardbehandlungen*
als Vergleichskontrollen bei Patienten, die mit Metformin oder anderen Medikamenten behandelt werden,
sowie Studien zur Beurteilung der Wirkung dieser innovativen Behandlungsmöglichkeit bei Patienten, die
mit Diät und mehr Bewegung allein nicht ausreichend eingestellt werden können.
„Die durchwegs verlässlichen Wirksamkeitsdaten von Taspoglutid in Bezug auf die Blutzuckersenkung in
verschiedenen Studien und in direkten Vergleichen mit anderen häufig verordneten Diabetesmedikamenten
sind ermutigend. Dieser GLP-1-Rezeptoragonist zur einmal wöchentlichen Einnahme hat das Potenzial für
eine wertvolle neue Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit Typ-2-Diabetes,“ so einer der Studienleiter,
Julio Rosenstock, MD, Direktor des Dallas Diabetes and Endocrine Center der Medical City und Clinical
Professor of Medicine an der University of Texas Southwestern Medical School.
In allen fünf Studien war Taspoglutid allgemein gut verträglich; die häufigsten Nebenwirkungen bei den mit
Taspoglutid behandelten Patienten waren Übelkeit und Erbrechen, was bei allen Medikamenten dieser
Wirkstoffklasse beobachtet wird.„Diese Phase-III-Studien haben gezeigt, dass die einmal wöchentliche Behandlung mit Taspoglutid zu einer signifikant verbesserten Blutzuckereinstellung, nachhaltigen Gewichtsabnahme, einem minimalen Hypoglykämierisiko und handhabbaren Sicherheitsprofil führt. Wir sind fest davon überzeugt, dass
Taspoglutid das Potenzial zu einer wichtigen Therapie für Diabetiker hat," so Hal Barron, Global Head of
Product Development von Roche.
Roche übte ihre Option zur Einlizenzierung von Taspoglutid von Ipsen 2006 aus und erwarb damit die
weltweiten exlusiven Rechte zur Entwicklung und Vermarktung von Taspoglutid, mit Ausnahme von Japan,
wo Roche diese Rechte gemeinsam mit Teijin hält, und Frankreich, wo Ipsen die Option hat, die Co-
Marketing-Rechte zu behalten.
Über das T-emerge-Programm
Die Studien des klinischen Studienprogramms der Phase III, T-emerge, sind als multizentrische,
multinationale, randomisierte, verum- oder placebokontrollierte, doppelblinde und offene Studien angelegt.
Über 6000 Patienten werden in die acht Studien des T-emerge-Programms aufgenommen. Die Studien
beinhalten zwei parallele Taspoglutid-Arme mit 10 mg einmal wöchentlich oder 10 mg einmal wöchentlich,
die nach 4 Wochen auf 20 mg erhöht werden. In vier der acht Studien wird Taspoglutid mit arzneilich
wirksamen Vergleichspräparaten, nämlich Exenatide, Sitagliptin, Insulin Glargin und Pioglitazon, verglichen.
*T-emerge 1: Doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie mit Taspoglutid verglichen mit
Placebo bei 373 nicht vorbehandelten Patienten mit Typ-2-Diabetes (Taspoglutid in Dosen von 10 und 20
mg sowie Placebo).
T-emerge 2: Offene Kernstudie mit Taspoglutid verglichen mit Exenatide an 1189 Patienten, die zu gleichen
Teilen in drei aktive Studienarme randomisiert wurdden (Taspoglutid in Dosen von 10 und 20 mg sowie
Exenatide 10 μg).
T-emerge 4: Direkte Vergleichsstudie von Taspoglutid mit Sitagliptin (Januvia®) zusätzlich zu Metformin bei
636 Patienten, die ihre Behandlungsziele mit Metformin allein nicht erreichten (Taspoglutid in Dosen von 10
und 20 mg, Sitaglipton und Placebo).
T-emerge 5: Direkte Vergleichsstudie von Taspoglutid mit Insulin Glargin (Lantus®) zusätzlich zu
Metformin bei 1049 Patienten, deren Behandlung mit Metformin und Sulfonylharnstoff allein nicht
ausreichte und die zu gleichen Teilen in drei Studienarme randomisiert wurden (Taspoglutid in Dosen von
10 und 20 mg sowie Insulin Glargin einmal täglich).
T-emerge 7: Kombinationstherapiestudie mit Taspoglutid zusätzlich zu Metformin bei 305 Patienten mit
hohem Körpermasse-Index (BMI), die zu gleichen Teilen in zwei Studienarme randomisiert wurden
(Taspoglutid in einer Dosis von 20 mg und Placebo).
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