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KONGRESSBERICHT


STOCKHOLM, 30. August 2010

Unterschiede bezüglich lebensverlängernder Wirkung

Neueste Untersuchungen im Bereich des Bluthochdrucks zeigen, dass sich blutdrucksendende Arzneimittel bezüglich ihrer lebensverlängernden Wirkung unterscheiden

Den Ergebnissen einer neuesten Untersuchung zufolge, die mehr als 200.000 Patienten einschloss, die an aktuellen klinischen Studien teilgenommen hatten, unterscheiden sich blutdrucksenkende Arzneimittel mit RAS (Renin-Angiotensin-System)-Hemmern erheblich hinsichtlich ihrer lebensverlängernden Wirkung. Diese neueste Analyse, die heute auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC/europäische Fachgesellschaft der Kardiologen) vorgestellt wurde, hat gezeigt, dass Patienten, deren Behandlung eine RAS-Hemmung mit Perindopril einschloss, eine beachtliche Verbesserung ihrer Lebenserwartung verzeichnen konnten.

Den Ergebnissen einer neuesten Untersuchung zufolge, die mehr als 200.000 Patienten einschloss, die an aktuellen klinischen Studien teilgenommen hatten, unterscheiden sich blutdrucksenkende Arzneimittel mit RAS (Renin-Angiotensin-System)-Hemmern erheblich hinsichtlich ihrer lebensverlängernden Wirkung. Diese neueste Analyse, die heute auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC/europäische Fachgesellschaft der Kardiologen) vorgestellt wurde, hat gezeigt, dass Patienten, deren Behandlung eine RAS-Hemmung mit Perindopril einschloss, eine beachtliche Verbesserung ihrer Lebenserwartung verzeichnen konnten.

"Ziel bei der Behandlung des Bluthochdrucks ist nicht nur, den Blutdruck zu senken und die kardiovaskulären Ereignisse zu reduzieren, sondern auch die Todesfälle zu verringern", so Professor Michel Bertrand, der an der Studie als Prüfarzt beteiligt war. "Die Vorteile der RAS-Hemmung im Hinblick auf die Reduzierung der kardiovaskulären Morbidität durch Schlaganf?lle und Myokardinfarkte (für ACE-Hemmer) sind hinreichend belegt - über den Einfluss, den diese jedoch auf die Sterblichkeit nimmt, ist wesentlich weniger bekannt."

Die Untersuchung überprüfte 21 internationale Morbiditäts-/Mortalitäts-Studien, die während des letzten Jahrzehnts durchgeführt wurden und überwiegend Hypertoniepatienten (d.h. mehr als 2/3 der randomisierten Gesamtpatienten in jeder Studie und exklusive der Herzinsuffizienzstudien) einschloss. Lediglich drei der Behandlungsstrategien , die in drei klinischen Studien untersucht wurden (ASCOT-BPLA, ADVANCE und HYVET), zeigten eine deutliche Reduzierung hinsichtlich der Gesamtmortalität. In jeder dieser drei Meilensteinstudien war Perindopril allein oder in Kombination Teil des aktiven Behandlungsarms und ist somit das Antihypertensivum mit den meisten evidenzbasierten Daten bezüglich der Verringerung der Sterblichkeit. Keine der übrigen 18 Studien wies eine signifikante Mortalitätsreduktion auf - ganz gleich, welches Mittel untersucht wurde.

Die Kombination der Ergebnisse von ASCOT, ADVANCE und HYVET führte bei der Gesamtmortalität zu einem signifikanten Rückgang von 13% (p< 0,001). Demgegenüber konnte die Kombination der Ergebnisse aus den übrigen 18 Studien (ohne Perindopril) überhaupt keinen Einfluss auf die Sterblichkeit (HR=0.99, p=0.472) nachweisen; nicht einmal bei einer Patientenpopulation von mehr als 160.000.

"Da sich dieser Unterschied bezüglich der Gesamtmortalität nicht durch den Risikograd der Patienten, ihr Alter oder ihren Bluthochdruck noch durch die Dauer der Studien erklären lässt, lautet unsere Hypothese, dass er in Zusammenhang mit einer besonderen Wirkung der aktiven Arzneimittel stehen muss, die in diesen Studien verwendet wurden", bemerkt Professor Michel Bertrand. "Perindopril wurde als einziger Wirkstoff in allen drei Studien angewendet, das Diuretikum Indapamid wurde zweimal -in ADVANCE und HYVET - angewendet und der Calciumantagonist Amlodipin kam einmal in ASCOT zur Anwendung."

"Es ist ganz entscheidend, dass man auch die Wirkung, die ein ganz bestimmtes Antihypertensivum auf die Mortalitätsreduktion hat, mitberücksichtigt, wenn ein Arzneimittel zur Behandlung von Hypertoniepatienten in Erwägung gezogen wird - dies gilt ganz besonders für die Hochrisikopatienten."





 
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