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Samstag, 04.02.2012     Medical Tribune Group





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Pfizer Forschungs-Preis 2010 für Medizin verliehen

Sieben WissenschafterInnen mit dem Preis geehrt

ZÜRICH – Der Pfizer Forschungs-Preis ist einer der bedeutendsten Forschungspreise für Medizin in der Schweiz. Er wurde heute bereits zum neunzehnten Mal verliehen. Prämiert wurden fünf Forschungsarbeiten. Die prämierten Arbeiten entstanden in Bellinzona, Bern, Genf, Lausanne und Zürich. Die Ergebnisse könnten sich als wichtige Meilensteine für die Medizin entpuppen.

Der Pfizer Forschungs-Preis für Medizin wird alljährlich verliehen. Er geht an junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die an Schweizer Forschungsinstituten oder Spitälern herausragende und zukunftsweisende Beiträge im Bereich Grundlagenforschung oder klinische Forschung erbracht haben. Die Preissumme von insgesamt 150000 Schweizer Franken verteilt sich auf die vier Bereiche: Herzkreislauf, Urologie und Nephrologie; Infektiologie, Rheumatologie und Immunologie; Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems und seit dem Jahr 2008 zusätzlich auf den Bereich Onkologie.

In jedem Fachbereich wurde eine Arbeit der Grundlagenforschung ausgezeichnet. Wegen der exzellenten Qualität der eingereichten Forschungsarbeiten im Fachbereich Neurowissenschaften wurde dieses Jahr eine zweite Arbeit mit einem Sonderpreis gewürdigt.

Die prämierten Forschungsarbeiten sind in der Regel das Ergebnis umfassender Teamarbeiten. Ausgezeichnet werden jeweils die für die Ideen und die Durchführungen verantwortlichen WissenschafterInnen. Neben dem Preisgeld erhalten die PreisträgerInnen als zusätzliche Ehrung die Bronzeplastik „Der Forscher“, die der bekannte Schweizer Künstler Kurt Laurenz Metzler in limitierter Auflage eigens für den Pfizer Forschungs-Preis geschaffen hat.

Der Pfizer Forschungs-Preis wird dieses Jahr zum neunzehnten Mal verliehen. Bis und mit heute wurden 208 Preisträgerinnen und Preisträger geehrt. Einige von ihnen werden als potentielle Kandidaten für den Nobelpreis gehandelt. Die bisher ausgeschüttete Preissumme liegt bei mehr als 4,7 Millionen Schweizer Franken.

PreisträgerInnen aus Bellinzona, Bern, Genf, Lausanne und Zürich

Dr. Stefano Di Santo und Dr. Zijiang Yang von der Universität Bern, haben eine neue zellfreie Stragie zur therapeutischen Angiogenese im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit im Bereich Herzkreislauf, Urologie, Nephrologie vorgeschlagen.

Im Bereich Infektiologie, Rheumatologie und Immunologie ist Dr. Ursula Schenk, Istituto di Ricerca in Biomedicina, Bellinzona, für ihre Arbeit „Selbstkontrolle der T-Zell-aktivierung mittels Freisetzung von ATP“ prämiert worden.

Julien Brechbühl, Universität Lausanne, hat über Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems: „Das Grüneberg-Ganglion – Ein olfaktorisches System zur Gefahrendetektion“ gearbeitet.

Mit dem Sonderpreis belohnt wurde Dr. Manuel Mameli, Universität Genf, für seine Arbeit „Kokainsucht - Ein Glutamatrezeptor steuert dauerhafte Veränderungenneuronaler Verbindungen“.

Wie entsteht eigentlich ein Tumor?

Dr. Claudio R. Thoma und Dr. Alberto Toso von der ETH Zürich erhielten den Forschungspreis für ihre Arbeit mit dem Titel „Kontrollfunktion von VHL (von Hippel-Lindau Tumorsupressorprotein) in der Zellteilung kann Tumorentstehung unterdrücken“.

Die Arbeit beschreibt eine bis anhin unbekannte Funktion des VHL-Proteins (pVHL), das tumorsuppressiv wirkt. Dieses Protein gewährleistet eine fehlerfreie Zellteilung – ein wichtiger Aspekt bei der Verhinderung von Krebs. So handelt es sich bei 75% von sporadisch auftretendem Nierenkrebs um die aggressive Form des Klarzell-Nierenkarzinoms, bei dem das Tumorsuppressorprotein in etwa 90% der Fälle inaktiv ist.





 
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