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Samstag, 04.02.2012     Medical Tribune Group





Aus der Forschung


TIRAT CARMEL, Israel, 31. August 2010,

Sieben Patienten mit begrenztem, geringen Prostatakrebsrisiko im Rahmen klinischer Studien behandelt

- ExAblate(R): Das MR-gesteuerte, fokussierte Ultraschallsystem wird erstmalig zur nicht-invasiven Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt

InSightec Ltd., weltweit führender Anbieter von MR-gesteuerter, fokussierter Ultraschalltechnik, und das einzige Unternehmen, das die FDA-Zulassung für sein ExAblate®-System zur Behandlung von Uterusmyomen erhalten hat, gab heute bekannt, dass das ExAblate®-System erstmalig zur Behandlung von Prostatakrebspatienten verwendet worden ist. Weltweit wurden bisher sieben Patienten mit einem lokalisierten, risikoarmen Prostatakrebs behandelt. Die Patienten wurden in zwei führenden Kliniken behandelt: im N.N. Petrov Research Institute of Oncology in Sankt Petersburg in Russland und im National Cancer Centre am Singapore General Hospital in Singapur.

Der American Cancer Society zufolge werden 2010 in den USA 217.730 neue Fälle von Prostatakrebs diagnostiziert, der Weltgesundheitsorganisation zufolge 900.000 neue F?lle weltweit. Die jährlichen Ausgaben in G7-Ländern (USA, GB, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und Japan) belaufen sich auf schätzungsweise 15 Milliarden Dollar. Zu den Behandlungsmöglichkeiten zählen die Prostataektomie (chirurgische Entfernung der Prostatadrüse), Bestrahlungstherapie, Brachytherapie (Implantierung radioaktiver Seeds) und die Kryotherapie. Eingesetzt wird ausserhalb der USA auch die Ultraschall-gesteuerte, hochintensive, fokussierte Ultraschalltherapie (HIFU) zur Prostatakrebsbehandlung.

"Leider sind aktuelle Behandlungsalternativen mit einer relativ hohen Nebenwirkungsrate verbunden, welche die Lebensqualität von Prostatakrebspatienten erheblich beeinträchtigt. Die häufigste Nebenwirkung sind Inkontinenz und Impotenz", so Dr. Kobi Vortman, President und CEO von InSightec. "Aufgrund der Einführung von PSA-Screeningtests wird Prostatakrebs in jüngeren Jahren diagnostiziert, wodurch die Notwendigkeit einer Behandlungsoption steigt, die Nebenwirkungen zu reduzieren vermag. Das ExAblate-Prostatasystem wurde entwickelt, um effiziente Behandlungen zu ermöglichen und gleichzeitig die nachteiligen Nebenwirkungen zu minimieren, die durch eine Schädigung von Funktionsbereichen der Prostata und neurovaskulärer Bündel herrühren. Daher wird erwartet, dass Patienten dank des Systems nach einem oder zwei Tagen wieder voll belastbar sind und gleichzeitig ihre Lebensqualität erhalten können".

Das ExAblate-System, das zur Behandlung von Uterusmyomen weltweit und bei Knochenmetastasen ausserhalb der USA klinisch angewendet worden ist, ist ein nicht-invasives Roboterakustik-Chirurgiesystem, das in Echtzeit stattfindende Magnetresonanztomographie zur Visualisierung des Tumors integriert und dabei das Gewebe und den Energieversorgungspfad umgibt. Dies erfolgt zusammen mit dem hochintensiven, fokussierten Ultraschallstrahl, der mit einer millimetergenauen Genauigkeit bereitgestellt wird, um den kanzerösen Tumor zu zerstören, ohne dabei das umliegende Gewebe zu beschädigen, was die Ursache fü?r die meisten Komplikationen darstellt. Die Verwendung einer Echtzeit-3D-MR-Thermometrie bietet eine genaue Closed Loop-Überwachung des Behandlungsergebnisses und die Möglichkeit, die Behandlung in Echtzeit der spezifischen Patientenphysiologie anzupassen. "Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten für risikoarme Prostatakrebs-Patienten haben einen begrenzten Erfolg bei der Erhaltung der Potenz und der Kontinenz-Funktionen gezeigt. Wir glauben, dass wir mit dem nicht-invasiven ExAblate-Verfahren eine bessere Chance haben, die lebenslange Morbidität zu verringern, ohne die Lebenserwartung zu beeinträchtigen," so der ausserordentliche Professor Christopher Cheng, Head & Senior Consultant, Department of Urology, Singapore General Hospital in Singapur.

Bei Anwendung der Prostatakrebstherapie sind die wichtigsten zu erwarteten Vorteile der ExAblate-Behandlung:

  • Niedrige Komplikationsrate
  • Nicht-invasive Behandlung, Patienten sind nach einem bis zwei Tagen wieder voll einsatzfähig
  • Nicht-ionisierte Bestrahlung
  • Behandlung in nur einer Sitzung
  • Echtzeitüberwachung der MR-Thermometrie wird zur Kontrolle des Behandlungsergebnisses w?hrend der Behandlung verwendet

"Wir sind sehr erfreut, die erste Einrichtung zu sein, die das ExAblate-System für klinische Studien der Phase 1 bei Prostatakrebs angewendet hat, so der Principle Investigator Professor S.V. Kanaev, Vorsitzender der Radiation Oncology am N.N Petrov Research Institute of Oncology. "Wir konnten mit ExAblate hervorragende Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten erzielen, die an Knochenmetastasen leiden, und wir denken, dass dies ein enormes Potenzial birgt, Prostatakrebspatienten mit einer niedrigen Komplikationsrate behandeln zu k?nnen. Unsere Patienten und wir sind mit den bislang erzielten Ergebnissen hochzufrieden."

InSightec wird die klinischen Prostatastudien in Kürze auf zusätzliche führende Standorte weltweit ausdehnen.





 
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